Es sollte der 13. sein, nicht Freitag, sonst wäre es schlimmer gekommen. . . . . .
Wir waren zu meiner Hochzeit mit Robur de la Quete d’ Iranon genannt Teddy rechtzeitig losgefahren. Aber wie es so ist, musste mein Herrchen noch bei einem Kunden vorbei und das dauerte und dauerte. Mein Frauchen wurde immer säuerlicher und als es endlich weiter ging schimpfte sie richtig. Es wäre die Hochzeit von Toni, ich also und es sollte noch hell sein, Herrchen schwieg zu alledem und mir war es eigentlich egal.
Wir kamen noch im Hellen an. Begrüßung unter den Menschen und kurz darauf kam auch mein Bräutigam, aber was war denn das? Ein unhöflicher Patron, Vorstellen war für ihn wohl ein Fremdwort, ich muss zugeben, er sah sehr gut aus, aber ein bisschen Benehmen als Franzose hatte ich schon erwartet. Doch es sollte noch schlimmer kommen.
Er trieb mich über die Terrasse in den Garten und hetzte mich, gut, ich bin ein wenig moppelig, positiv gesagt mit schönen runden Formen, eine richtig Hunde-Frau halt, war daher aber nicht die schnellste und er nutzte es schamlos aus. Es dauerte nicht lange und der Akt war leise wimmernd (meinerseits) vollzogen. An einer unmöglichen Stelle, neben mir ein Teich, wo ich Wasser gar nicht mag, auf der anderen Seite der Zaun und die Hecke und zu guter letzt vor mir ein Trog mit einem Haufen Zweige und Äste. Dahinter Teddy, ein Entkommen war unmöglich wollte ich aber auch nicht wirklich. Lehrbuchmäßig hingen wir exakt 20 min, genau war er schon und dann durfte ich endlich ein wenig ausruhen.
Freundlicherweise hatte uns die Familie von Teddy ihr Wohnmobil zur Verfügung gestellt, so dass ich keine langen Wege mehr vor mir hatte. Wir verbrachten noch einen sehr netten Abend und gingen am zeitigen Morgen schlafen. Zum Abschied von Teddy ’s Familie meinte sein Frauchen, dass mein Bräutigam noch nie am Folgetag gedeckt hätte und er hatte schon viele Bräute, daher könnten wir morgen gemütlich einen Spaziergang durch die Weinberge machen.
Also zogen wir alle am nächsten Morgen los, zu Fünft, weil Teddy auch noch Gefährten hatte, Paulchen und Denja und meine Tochter Annabelle war ja auch noch dabei.
Kaum waren wir auf dem Wirtschaftsweg zu den Weinbergen und Teddy von der Leine, ich fasse es nicht, ging die Hatz auf mich los. Von wegen, noch nie am 2. Tag und so, ich war aber auch gut drauf und bestimmt habe ich lecker gerochen. Jedenfalls deckte mich Teddy noch auf der Strasse und mir blieb nicht einmal mehr die Zeit für wenigstens einen kleinen Schrei. Nach 21 Minuten setzten wir unseren Spaziergang fort, Teddy zeigte an diesem Tag kein weiteres Interesse mehr an mir.
Ein Freund meines Frauchens sagte einmal, Hunde wären zum Glück nicht genusssüchtig, es muss wohl stimmen.
Am späten Nachmittag fuhren wir wieder nach Hause, die Familie von Teddy wollte uns nicht so recht ziehen lassen, Teddy könnte ja am nächsten Tag noch einmal, aber mir war es recht. Ich war rechtschaffend müde und wollte nur noch meine Ruhe.
In ca. 25 Tagen wissen wir, ob sich Teddy und mein Mühen gelohnt hat und wir mit Welpensegen beschenkt werden.
Wie sie wohl aussehen werden, schwarz und rot, wie die Eltern, Buben und Mädchen, altstämmig ??????. . .